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Fliesen im Bad verlegen: Abdichtung, Untergrund, Fliesenwahl und Fugenmörtel — alles richtig machen.
Fliesen im Bad verlegen: Worauf es wirklich ankommt

Fliesenarbeiten im Bad wirken simpel — sind es aber nicht. Wer Fehler macht, zahlt diese doppelt: einmal für die Sanierung, einmal für die Schadenbehebung (oft Wasserschäden).

Abdichtung geht vor Fliesen

Das Wichtigste zuerst: Vor dem Verlegen muss der Untergrund abgedichtet werden. Die Verbundabdichtung (nach SIA 385) verhindert, dass Wasser durch die Fuge eindringt und hinter die Fliesen gelangt. Besonders kritisch: Dusche, Badewannenrand und Wandanschlüsse.

Wer ohne Abdichtung fliest, hat nach 3–5 Jahren Feuchtigkeit im Mauerwerk. Die Folgekosten übersteigen die Kosten der Abdichtung um das Zehnfache.

Untergrundvorbereitung

Fliesen brauchen einen stabilen, sauberen, ebenen Untergrund. Risse im Unterputz springen später in die Fuge. Gipsputz muss grundiert werden, sonst löst sich der Kleber. Holzuntergründe brauchen entkoppelnde Matten oder Trockenbauplatte.

Fliesenwahl

  • Boden: R-Wert (Rutschemmung) — für nasse Zonen mind. R10, besser R11
  • Wand: Keine R-Wert-Anforderung, aber glattes Format für einfachere Reinigung
  • Grossformat (60×60 und grösser) wirkt modern, braucht aber perfekten Untergrund
  • Fugenbreite: 1.5–3 mm ist modern, zu schmale Fugen sind fehleranfällig

Fugenmörtel richtig wählen

Weisse Fugen sehen sauber aus, verschmutzen aber schneller. Graue oder beigefarbene Fugen sind pflegeleichter. In der Dusche: epoxidbasierter Fugenmörtel ist am resistentesten.

In Böden von Häusern in Ettingen, die über Fussbodenheizung verfügen, sollte ausschliesslich flexibler Fliesenkleber (Klasse C2S1 oder C2S2) verwendet werden — Temperaturschwankungen dehnen den Untergrund aus, starrer Kleber reisst.

Selbst machen oder Profi beauftragen?

Kleine Projekte (Küchenspiegel, Sockelbereich) lassen sich als Heimwerker angehen. Dusche und Bad vollständig: empfehlenswert, einen Fachmann zu beauftragen — die Abdichtung ist zu wichtig.

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