Wer Farbe an die Wand bringt, muss die Grundlagen kennen: Grundierung, Untergrundvorbereitung und die richtige Anwendungstechnik bestimmen, ob das Ergebnis professionell aussieht oder amateurhaft.
Vorbereitung ist 80% des Ergebnisses
Jeder gute Maler weiss: Die Arbeit vor dem eigentlichen Streichen ist entscheidender als die Farbe selbst. Schlechter Untergrund liefert schlechtes Ergebnis — egal wie teuer die Farbe.
Untergrundcheck: Ist der Putz fest? Risse vorhanden? Ist er saugfähig (saugt er die Farbe sofort auf) oder glatt und nicht saugend? Das bestimmt, ob eine Grundierung nötig ist.
Risse spachteln: Feine Haarrisse mit Acryl füllen, grössere Risse aufkratzen und mit Spachtelmasse auffüllen. Trocknen lassen, schleifen, Staub entfernen.
Grundierung: Bei saugfähigem oder heterogenem Untergrund (neu verputzt, repariert) immer grundieren. Die Grundierung egalisiert die Saugfähigkeit, so dass die Deckfarbe gleichmässig trocknet.
Abkleben
Papierklebeband (Malerklebeband) für kurze Klebezeiten bis wenige Stunden. UV-beständiges Klebeband für Ausseneinsätze. Abklebeband nie zu lange auf frischer Farbe lassen — sonst reisst die Farbe ab.
Rollen oder Pinsel?
Grosse Flächen: Rolle (Kurzflohrollen für glatte Flächen, Mittelflor für strukturierte Untergründe). Kanten und Ecken: Pinsel vor der Rolle (Einschneiden). Niemals Kante und Fläche mit demselben Werkzeug.
Wie viele Schichten?
Mindestens zwei. Erste Schicht deckt, zweite egalisiert. Bei dunklen Tönen auf weissem Untergrund: drei Schichten notwendig. In Rohbach (BL-Raum) haben Maler bei tiefen, kräftigen Farbtönen auf frischem Putz oft vier Schichten aufgetragen.