Nachhaltiger Bodenbelag ist kein Nischenthema mehr. Viele Käufer achten heute auf Herkunft, Inhaltsstoffe und Lebensdauer ihrer Böden.
Was macht einen Bodenbelag nachhaltig?
- Herkunft: regional oder FSC-zertifiziert
- Inhaltsstoffe: keine VOC, keine Weichmacher (Phthalate)
- Lebensdauer: lang — ein Boden, der 50 Jahre hält, ist nachhaltiger als einer, der nach 10 Jahren ersetzt wird
- Reparierbarkeit: abschleifen, neu ölen statt ersetzen
- Recyclierbarkeit oder Kompostierbarkeit am Lebensende
Bester nachhaltiger Bodenbelag
Massivholz (FSC-zertifiziert): Nachwachsend, CO₂-bindend, reparierbar, langlebig. Wenn regional (Schweizer Eiche, Esche, Buche): kurze Transportwege. Top-Wahl.
Kork: Rinde wird geerntet ohne den Baum zu fällen, nachwachsend, recyclierbar. Gut.
Linoleum (nicht Vinyl): Aus Leinöl, Holzmehl, Kalk und Jute — natürlich und kompostierbar. Nicht mit PVC-Vinyl verwechseln.
Was zu vermeiden ist
PVC-Vinyl ohne Emicode: Enthält Weichmacher, schwer recyclierbar. Wenn Vinyl: auf Emicode EC1+ achten (schadstoffarm).
Laminat: Nicht reparierbar, Entsorgung als Sondermüll.
Praxis in Basel-Landschaft
In Häusern in Itingen, wo Familien mit Kindern renovieren, wird immer häufiger nach Emicode-zertifiziertem Vinyl oder Kork gefragt — das Bewusstsein für Schadstoffe im Wohnbereich wächst.
Zertifizierungen
- FSC: nachhaltige Waldwirtschaft
- Emicode EC1+: schadstoffarme Verlegung
- Blauer Engel: umwelt- und gesundheitsfreundlich