Wärmebrücken sind die unsichtbaren Energiefresser im Haus. Sie entstehen dort, wo die Dämmhülle unterbrochen wird — und können erhebliche Energieverluste und Schimmelprobleme verursachen.
Was ist eine Wärmebrücke?
Eine Stelle in der Gebäudehülle, wo Wärme deutlich schneller nach aussen strömt als durch die umliegende Dämmung. Die Oberfläche an dieser Stelle ist kälter — kondensierende Luft kann zu Schimmel führen.
Typische Wärmebrücken
- Balkonplatten, die aus dem beheizten Bereich herausragen
- Fensterstürze aus Beton (ohne Dämmung)
- Ringbalken (Betonband um die Gebäudeperipherie)
- Heizkörpernischen (Wand hinter dem Heizkörper dünner)
- Gebäudeecken (höheres Wärmedurchgangsfluss)
Wie erkennt man Wärmebrücken?
Thermografiekamera: zeigt Wärmebrücken als helle Flecken aussen (Wärme tritt aus) oder als Kälteflecken innen. Thermografieaufnahmen sind am besten im Winter bei Temperaturdifferenz ≥15°C. Kosten: CHF 500–1'500 für eine professionelle Aufnahme.
In Häusern in Liestal, wo ältere Häuser aus den 60er Jahren mit Balkonen aus dem Mauerwerk herausragen, sind thermische Brücken fast immer vorhanden — bei der nächsten Sanierung sollten Balkontrenner eingebaut werden.
Lösung: Thermische Trennung
Isokörbe (z.B. Schöck Isokorb): Spezialelement, das Bewehrungsstahl durch Dämmmaterial trennt. Wird bei Neubau oder grossen Sanierungen eingebaut. Nachrüsten: nur bei Komplettsanierung der Balkonplatte möglich.