Küchenabfälle sind die grösste Abfallkategorie im Haushalt. Wer sie richtig entsorgt und reduziert, leistet einen konkreten Beitrag zur Nachhaltigkeit — und spart nebenbei.
Kompostierung
Küchen- und Gartenabfälle gehören auf den Kompost oder in die Grüntonne. In der Schweiz gibt es in fast jeder Gemeinde Grüngutsammlungen. Eigener Kompost: produziert besten Dünger, spart Entsorgungsgebühren.
Was kompostiert werden darf
Ja: Schalen von Gemüse und Obst, Kaffeesatz, Teebeutel (ohne Metallklammer), Eierschalen, Gartenabfälle, Zeitungspapier. Nein: Fleisch, Fisch, gekochte Speisereste (locken Ratten an), Zitrusschalen in grossen Mengen (pH senkt Kompostqualität).
Lebensmittelverschwendung reduzieren
Der wirkungsvollste Schritt: weniger wegwerfen. Speiseplan vorausplanen, Kühlschrank sinnvoll befüllen (vorne: was bald aufgebraucht werden muss). App «Too Good To Go»: Restaurants und Bäckereien verkaufen Überschüsse günstig.
Einweckgläser und Haltbarkeit
Einwecken, Einfrieren, Vakuumieren verlängern die Haltbarkeit erheblich. Frisch eingekochtes Gemüse hält 1–2 Jahre. Einfrieren: fast alle frischen Zutaten tiefkühlbar. Vakuumiertes Fleisch im Kühlschrank: 1 Woche statt 3 Tage.
In Häusern in Arisdorf, wo Familien mit grossem Garten wirtschaften, wird fast der gesamte Saisongemüseüberschuss eingeweckt oder eingefroren — Lebensmittelverschwendung kaum vorhanden.