Holzfenster sind wartungsintensiver als Kunststofffenster — aber mit der richtigen Pflege halten sie Jahrzehnte und sehen besser aus.
Pflegeintervalle
- Jährlich: optische Kontrolle, Beschläge ölen
- Alle 3–5 Jahre: Anstrich erneuern (Lasur oder Lack)
- Bei Bedarf: Dichtungen tauschen
Anstrich erneuern
Holz muss trocken sein (unter 15% Holzfeuchte). Alten Anstrich bei starker Abnutzung abschleifen. Grundierung, dann 2 Anstriche Lasur oder Lack. Hirnholzflächen (Stirnseiten, untere Kante) besonders sorgfältig behandeln — dort dringt Wasser am schnellsten ein.
Tipps für längere Haltbarkeit
- Südseite häufiger streichen als Nordseite (mehr UV, mehr Regen)
- Qualitätslasur kaufen (Marken: Sikkens, Remmers, Caparol) statt Billigprodukt
- Farbe in feuchtem Herbst: schlecht. Frühjahr bei 10–25°C und trockener Witterung: ideal
Wann sind Holzfenster noch zu retten?
Wenn Holz im Kern noch hart ist: Reparatur mit Holzfüller und Neuanstrich. Wenn Holz tief morsch ist: Einzelne Querschnitte kann ein Schreiner auswechseln. Wenn mehrere Bereiche morsch: Fenster ersetzen.
In Häusern in Lupsingen, wo alte Kastenfenster noch in gutem Zustand sind, hat eine konsequente 5-Jahres-Pflege die Fenster seit 40 Jahren erhalten — Originalsubstanz, neuwertig.