Wer kauft ein gebrauchtes Haus, kauft auch seine versteckten Mängel — wenn er nicht sorgfältig prüft. Was sind die grössten Fallen?
Feuchte und Schimmel
Frische Farbe auf feuchten Wänden. Möbel strategisch platziert um Flecken zu verbergen. Geruch: muffig, modrig. Keller besonders prüfen — Salzausblühungen (weisse Flecken auf Betonwänden) sind ein sicheres Zeichen für aufsteigende Feuchtigkeit.
Elektrik
Sicherungskasten: Schmelzsicherungen, kein FI-Schalter, unterdimensioniert? Steckdosen 2-polig ohne Erdung? Zählt als versteckter Mangel wenn nicht kommuniziert.
Dach
Dachboden besichtigen: Feuchteflecken, Schimmel an Sparren, nasse Dämmung. Rinnen und Fallrohre in Ordnung? Alter der Dachhaut abschätzen.
Heizung
Baujahr und Wartungsprotokoll verlangen. Ölheizung über 20 Jahre: Ersatz nötig. Kein Wartungsnachweis: schlechtes Zeichen.
Kanalisation
TV-Kamera-Befahrung der Leitungen: CHF 300–500. Zeigt Wurzeleinbrüche, Risse, Versetzungen. Besonders wichtig bei älteren Gebäuden.
In Häusern in Buckten wurde nach dem Kauf festgestellt, dass die Abwasserleitung teilweise eingebrochen war — ein Punkt, der bei einer Kamera-Befahrung vor dem Kauf aufgefallen wäre. CHF 500 für die Inspektion hätten CHF 25'000 Sanierungskosten gespart.
Bausachverständiger
Vor dem Kauf: Bausachverständiger für CHF 1'000–2'000 beiziehen. Er prüft strukturelle Integrität, Feuchte, Installationen. Die günstigste Versicherung gegen Überraschungen.