Fugensanierung im Aussenbereich ist eine der unterschätztesten Unterhaltsarbeiten. Offene oder schadhafte Fugen lassen Wasser ein — und das ist der Anfang vom Ende des Belags.
Wann müssen Fugen saniert werden?
- Fugen fehlen, gerissen oder ausgebröckelt
- Unkraut wächst in Fugen
- Platten wackeln (Unterboden hat Fugen verloren)
- Frostschäden an Plattenrändern
Konventioneller Fugensand
Günstiger Standard. Sand in Fugen einschlämmen, abkehren, einrütteln. Nachteil: Unkraut wächst durch, Ameisen, wird ausgewaschen. Alle 3–5 Jahre nachsanden.
Polymersand (Fugensand mit Bindemittel)
Bindet nach dem Befeuchten mit Wasser aus. Unkraut hat keine Chance. Ameisenresistent. Kosten: CHF 20–40 pro Sack (deckt 15–20 m²). Hält 10+ Jahre.
Kunstharz-Fugenmörtel
Härteste Lösung. Wird eingeschlämmt, nach Aushärtung mit Säure-Reiniger gereinigt. Absolut unkrautdicht, druckfest. Für Zufahrten und viel befahrene Flächen.
In Einfahrten und Terrassenflächen in Häusern in Zieglen werden Polymersand immer häufiger eingesetzt — deutlich weniger Pflege als normaler Fugensand und das Unkrautproblem ist Geschichte.
Vorgehen
- Alte Fugen vollständig ausräumen (mind. 2 cm tief)
- Fugenmaterial einschlämmen
- Abkehren
- Einrütteln (Rüttelplatte)
- Bei Polymersand: befeuchten und aushärten lassen