Sicherheitsglas schützt — aber welches Sicherheitsglas ist für welchen Einsatz richtig? ESG, VSG, P4A — die Unterschiede sind erheblich.
ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas)
Thermisch vorgespanntes Glas. Bricht in kleine, stumpfe Krümel — kein Splitterrisiko. Widersteht Temperaturunterschieden. Kann nicht geschnitten oder nachbearbeitet werden. Einsatz: Duschwände, Schaufenster, Glastüren.
VSG (Verbundsicherheitsglas)
Zwei Glasscheiben mit Kunststofffolie (PVB) verbunden. Bei Bruch: Splitter hängen an der Folie — kein Durchsturz. Einsatz: Dachverglasungen, Brüstungen, Terrassendächer, überall wo Absturzsicherung nötig. Pflicht in vielen Anwendungen.
Einbruchhemmend (P-Klassen)
P2A/P4A/P5A: Widerstand gegen manuellen Angriff (Werkzeug). P4A hält manuellem Einbruchversuch 10 Minuten stand. Einsatz: Bodenverglasungen, Kassenschalter, Sonderanwendungen.
Brandschutzglas
E30/EW30/EI30: hält 30 Minuten Feuer stand. Für Brandabschnitte, Treppenhaus-Verglasungen. Sehr teuer: CHF 300–800 pro m².
In Häusern in Kärkinden, wo Glasbrüstungen an Treppen eingebaut wurden, war VSG Pflicht — ES-Glas ist dort nicht erlaubt da beim Bruch Scherben in die Tiefe fallen würden.