Richtig streichen klingt trivial — aber wer die Technik nicht kennt, arbeitet doppelt und erzielt trotzdem schlechtere Ergebnisse.
Vorbereitung
Abkleben: Malerband auf Fensterbänke, Sockelleisten, Türrahmen. Abdecken: Böden mit Folie oder Malervlies. Möbel aus dem Raum oder in die Mitte schieben. Wand vorbereiten: Risse mit Füller schliessen, schleifen, grundieren.
Reihenfolge
Immer: Decke zuerst, dann Wände, dann Sockelleisten. Ecken immer mit Pinsel, dann Flächen mit Rolle. Nass in nass: wenn Ecke noch feucht ist, Rolle direkt darüber — keine Linie sichtbar. Trocken auf trocken: sichtbare Grenze.
Rolle oder Pinsel?
Rolle: schnell, grosse Flächen. Körnung: 10 mm für rauhe Wände, 4–8 mm für glatte. Pinsel: Ecken, Rahmen, enge Stellen.
Anzahl Anstriche
Meistens 2 Anstriche nötig für deckende Wirkung. Erste Schicht: Grundierung oder verdünnter erster Anstrich. Zweite Schicht: unverdünnt, deckt vollständig. Satte Farben (Rot, Gelb, Dunkelblau): manchmal 3 Anstriche.
In Häusern in Bubendorf hat das Einhalten der Streichreihenfolge (Decke → Wände → Sockel) und das konsequente Nass-in-nass-Arbeiten an den Ecken aus einer normalen Malerarbeit ein professionelles Ergebnis gemacht — kein Einarbeiten von Linien mehr.