Die Haustür ist die Visitenkarte des Hauses — und der wichtigste Sicherheitspunkt. Wer heute eine neue Haustür kauft, sollte auf drei Dinge achten: Sicherheit, Wärmedämmung und Qualität der Montage.
Sicherheitsklassen
In der Schweiz sind Einbrüche durch Hebelaufbruch an Türen häufig. Die Norm EN 1627 definiert Widerstandsklassen (RC1–RC6). Für Einfamilienhäuser empfiehlt sich mindestens RC2, besser RC3. Das bedeutet:
- Mehrfachverriegelung mit mindestens 3 Riegeln
- Pilzkopfzapfen an den Bänderseiten
- Verstärktes Türblatt (kein Hohlblatt)
- Zylinderschutz (erhöhter Zylinder oder Sicherheitsrosette)
Günstige Türen erfüllen RC2 nur formal — die Verarbeitung unterscheidet sich stark. Schweizer Hausbesitzer in Liestal oder Lausen, die nach einem Einbruch eine neue Tür einbauen liessen, berichten oft, dass die qualitative Ausführung wichtiger ist als das Label allein.
Wärmedämmung der Haustür
Der Ud-Wert (Uw für die Tür) sollte unter 1.0 W/m²K liegen. Moderne gut gedämmte Türen erreichen Ud 0.7–0.8. Das ist besonders relevant, wenn die Haustür direkt ins Treppenhaus führt — Zugluft und Kälteverlust sind hier am spürbarsten.
Kosten
- Einfache Haustür RC2, ohne Verglasung: ab CHF 2'500
- Qualitätstür RC2-RC3 mit Seitenteil: CHF 4'000–7'000
- Designtür mit grossen Glasflächen: CHF 6'000–12'000+
- Montage: CHF 500–1'500 je nach Aufwand
Montagequalität ist entscheidend
Eine RC3-Tür, die schlecht montiert ist, schützt wie eine RC1. Die Verankerung im Mauerwerk muss so stark sein, dass die Tür nicht rausgedrückt werden kann. Das ist Facharbeit — keine Heimwerkeraufgabe.