Die Entscheidung zwischen Tapete und Farbe beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch den Arbeitsaufwand, die Haltbarkeit und die Renovierbarkeit. Hier der direkte Vergleich.
Anstrich — die flexible Lösung
Ein guter Malerberuf beginnt mit dem Untergrund. Gut gespachtelte, grundierte Wände lassen sich streichen, ohne dass Unebenheiten sichtbar sind. Anstrich ist schneller aufgetragen als Tapete, leichter zu reparieren und in unbegrenzten Farbtönen erhältlich.
Dispersionsfarbe ist die Standardlösung für Innenräume: einfach zu verarbeiten, gut deckend, günstig. Für Küche und Bad empfehlen sich feuchtigkeitsabweisende Varianten.
Tapete — mehr Charakter, mehr Aufwand
Tapeten kaschieren Wandunebenheiten besser als Anstrich. Moderne Vliestapeten sind einfacher zu verarbeiten als ältere Papiertapeten: Sie reissen nicht so schnell, können trocken abgezogen werden und sind nassabreibbar.
Der Nachteil: Tapete zu wechseln ist aufwendiger. In Zügen, wo oft Familien mit Kindern wohnen — wie etwa in Frenkendorf — wählen viele Hausbesitzer für Kinderzimmer lieber Anstrich, weil er leichter in einer neuen Farbe übermalt werden kann, wenn das Kind älter wird.
Spezialfall Raufasertapete
Raufaser ist in der Schweiz weniger verbreitet als in Deutschland, aber bei älteren Liegenschaften noch vorhanden. Sie kaschiert Unebenheiten gut, kann übermalt werden, aber Abreissen ist aufwendig. Wer Raufaser hat und renoviert, überlegt gut, ob er sie lässt oder entfernt.
Was wählen?
- Wohnzimmer: Tapete als Akzentwand, Anstrich für restliche Wände
- Schlafzimmer: Beides gut, Tapete für Charakter
- Kinderzimmer: Anstrich (leicht zu überstreichen)
- Küche/Bad: Anstrich mit Küchen-/Badfarbe oder Fliesen