Eigenleistung beim Bauen und Renovieren ist in der Schweiz weit verbreitet — und kann viel Geld sparen. Aber es gibt klare Grenzen, wo Eigenleistung mehr kostet als hilft.
Was kann ich selbst machen?
Malerarbeiten innen: Mit etwas Zeit und Sorgfalt liefern Heimwerker gute Ergebnisse. Wichtig: gute Vorbereitung (Spachteln, Schleifen, Abkleben) ist entscheidend.
Einfache Demontage: Alten Bodenbelag rausreissen, Rigips-Platten abbrechen, Kücheneinbaumöbel demontieren. Das spart Handwerkerstunden ohne grosses Risiko.
Gartenarbeiten: Rasen anlegen, Pflanzen setzen, einfaches Pflastern von Wegen.
Ikea-Möbel aufbauen, IKEA-Küche montieren: Für geduldige Heimwerker möglich — aber nicht unterschätzen.
Was besser nicht selbst machen?
Elektroinstallationen: In der Schweiz gesetzlich geregelt — nur konzessionierte Elektriker dürfen Festinstallationen ausführen.
Sanitäre Installationen (Abwasser, Druckwasser): Leckagen verursachen enorme Folgeschäden. Fachmann Pflicht.
Tragende Konstruktionen: Wände abbrechen, Träger einsetzen — Statiker und Bauunternehmer.
Dacharbeiten: Unfallgefahr und Haftungsfragen.
Die Grauzone: Fliesenlegen
Technisch möglich für Heimwerker — aber schwieriger als es aussieht. Wer ein Zimmer pflastert oder eine Küchenwand fliest: gut machbar. Wer eine Dusche fliest mit Abdichtung: Profi empfohlen.
Praxisbeispiel
Ein Hausbesitzer in Diepflingen hat bei seiner Badsanierung Demontage, Malerarbeiten im Korridor und Estrichreinigung selbst übernommen — und so CHF 3'500 gespart. Die eigentlichen Fliesenarbeiten, Sanitärinstallationen und Elektrik hat er professionell ausführen lassen. Ein gutes Gleichgewicht.