Die Küche ist der meistgenutzte Raum im Haus — und der, in dem sich am meisten Feuchtigkeit und Fettnebel bilden. Die richtige Belüftung ist entscheidend.
Umluft oder Abluft?
Umluft: Kochgerüche werden gefiltert (Aktivkohlefilter) und zurück in die Küche geblasen. Kein Kanal nötig, überall nachrüstbar. Nachteil: Filter müssen alle 3–6 Monate gewechselt werden (CHF 30–80). Feuchtigkeit wird nicht abtransportiert — nicht ideal für Küchen mit viel Kochen.
Abluft: Luft wird nach draussen geführt — durch die Fassade oder übers Dach. Feuchte, Gerüche und Fett werden wirklich entfernt. Aufwändiger in der Installation (Kanal nötig), aber langfristig effizienter.
Wie stark muss die Dunstabzugshaube sein?
Faustformel: Raumvolumen × 10 = Mindest-Luftdurchsatz in m³/h. Küche 12 m² mit 2.5 m Deckenhöhe: 12 × 2.5 × 10 = 300 m³/h. Für intensives Kochen (Wok, häufige Grillpfanne): Faktor 15–20 anwenden.
Wandhaube, Deckenhaube oder Tischlüfter?
- Wandhaube: Klassisch, direkt über dem Herd, effizient
- Deckenhaube (Inselhaube): Für Inselherde in offenen Küchen
- Unterbauhaube: Unter dem Oberschrank integriert — günstig, aber weniger effizient
- Tischlüfter: Zieht Dämpfe direkt beim Herd ein — neueste Technologie, platzsparend
Schallpegel
Im Normalbetrieb unter 50 dB(A) — das ist eine ruhige Unterhaltung. Viele günstige Hauben sind laut (60–70 dB). In offenen Wohnküchen ist die Lautstärke entscheidend für den Wohnkomfort. In Reinach (BL) hat eine Küchenmesse gezeigt, dass Qualitätshauben mit DC-Motor deutlich leiser sind als herkömmliche AC-Modelle.