Der Bodenablauf im Bad wird oft zuletzt gedacht — dabei ist seine Position und Ausführung entscheidend für die Funktionsfähigkeit der ganzen Dusche. Fehler hier sind schwer zu korrigieren.
Ablaufpositionen
Ecke: Klassisch, günstig. Wasser fliesst an zwei Seiten zur Ecke ab. Nachteil: Pflaster-Gefälle in zwei Richtungen komplexer.
Wandbündig (Linearablauf): Ein Kanal entlang einer Wandseite. Moderner Look, einfacher Gefälleplanung (nur in eine Richtung). Teurer als Punktablauf.
Mittig: Klassikoption für Standardduschen. Gefälle gleichmässig von allen Seiten zur Mitte. Gut für quadratische Duschen.
Geruchsverschluss — Pflicht
Jeder Ablauf muss einen Geruchsverschluss haben, der verhindert, dass Abwassergase ins Bad steigen. Klassisch: Siphon. Bei bodengleichen Duschen ohne Platz für Siphon: Ablauf mit integriertem Dichtungssystem (z.B. Membranverschluss oder Wasservorlage).
In Häusern in Bengikon wird in Altbädern oft festgestellt, dass der Geruchsverschluss ausgetrocknet ist — weil die Dusche selten genutzt wird. Abhilfe: Ablauf alle 4 Wochen einmal mit Wasser füllen.
Einlaufkapazität
Ein Standardablauf lässt 18–28 l/min durch — bei einer Regendusche mit 20 l/min Durchsatz ist das knapp. Bodentiefe Regenbrausen brauchen Abläufe mit 30–50 l/min Kapazität, sonst staut Wasser.
Reinigung
Abläufe mit Edelstahlrost: leicht zu reinigen. Fliesenoptik-Roste (Fliese in den Ablauf eingesetzt): optisch sehr schön, aber reinigungsaufwendiger. Haare sind der häufigste Verstopfungsgrund — regelmässig entfernen, bevor Fett und Kalk sich anlagern.