Tapezieren ist eine Kunst — aber auch eine erlernbare Technik. Mit dem richtigen Vorgehen und guten Materialien gelingen auch Heimwerkern saubere Ergebnisse.
Welche Tapete wählen?
Vliestapeten sind für Heimwerker die beste Wahl: Sie reissen kaum, können trocken von der Wand abgezogen werden und sind einfach zu verarbeiten — Kleister wird auf die Wand aufgetragen, nicht auf die Tapete. Das spart Zeit und verhindert das lästige Einweichen.
Papiertapeten: günstiger, aber empfindlicher. Glasvliestapeten: robust, übermalbar, ideal für Decken.
Kleister
Immer Kleister der zur Tapete passt (steht auf der Packung). Zu dünn: Tapete löst sich. Zu dick: gibt Flecken durch. Angemischter Kleister hält nur 24h — frisch anmischen.
Untergrundvorbereitung
Wand muss glatt, sauber und saugfähig sein. Alte Tapete vollständig entfernen (Tapetenablöser oder Schleifmaschine). Risse spachteln. Wand grundieren — sonst zieht Wand den Kleister zu schnell auf und Tapete trocknet zu schnell.
Verarbeitung
Immer von einer geraden Ecke beginnen (Lot verwenden). Tapetenbahn von oben nach unten anlegen. Stösse exakt anschliessen (nicht überlappen). Luftblasen mit Tapezierbürste nach aussen streichen. Überstand oben und unten mit Leinennadel anritzen und abschneiden.
In Häusern in Tenniken hat sich die Vliestapete mit strukturierter Oberfläche als pflegeleichteste und günstigste Lösung für Wohnzimmer etabliert — übermalbar und vielseitig.
Kosten
- Vliestapete: CHF 8–30 pro Rolle (à ca. 5 m²)
- Kleister: CHF 5–15
- Tapezieren durch Profi: CHF 25–55 pro m²