Wer ein älteres Einfamilienhaus besitzt, steht früher oder später vor der Frage: Soll man bei einem Verkauf etwas investieren — oder das Haus «as is» anbieten?
Was Käufer wirklich sehen
Beim Besichtigen eines Hauses entscheiden die ersten 30 Sekunden. Was stört unmittelbar: Gerüche (Schimmel, Zigaretten, feuchter Keller), stark abgenutzte Böden, veraltetes Bad und Küche, Schimmelflecken, defekte Rollläden. Das lässt sich beheben.
Was Käufer einpreisen: neues Dach, Heizungssanierung, Grundrisserneuerung — das sind grosse Arbeiten, die sie vom Kaufpreis abziehen werden, meist üppig.
Was lohnt sich vor dem Verkauf?
Immer: Grundreinigung (professionell), Gerüche beseitigen (Lüften, Teppich erneuern), kleine Reparaturen (Griffe, Schalter, Türen), Garten aufräumen.
Oft: Frisch streichen (neutral, weiss), alte Bodenbeläge erneuern (günstig, grosser Effekt), Bad-Grundreinigung und Silikonfugen erneuern.
Selten lohnend: Kompletter Badumbau, neue Küche, energetische Sanierung allein für den Verkauf — das amortisiert sich selten.
Home Staging
Home Staging bedeutet, die Liegenschaft für Fotos und Besichtigungen optimal einzurichten. Leere oder vollgestopfte Räume verkaufen schlechter als neutral und schön möblierte. Professionelles Staging kostet CHF 2'000–8'000 — und kann den Verkaufspreis um CHF 10'000–30'000 erhöhen.
In Häusern in Arlesheim, wo Objekte über CHF 1 Mio. gehandelt werden, ist Home Staging fast schon Standard — der Aufwand lohnt sich messbar.
Fotos
Professionelle Fotos sind Pflicht. Schlechte Fotos schaden dem Preis. Kosten: CHF 300–600. Rückfluss: erheblich höher.