Die Küche ist der teuerste Raum im Haus — und der komplexeste. Gute Planung spart Geld und verhindert Fehler, die man täglich bereut.
Ergonomie: die Arbeitshöhe
Standard-Küchenarbeitsfläche: 85–90 cm. Für grössere Personen: bis 95 cm. Zu niedrig bedeutet Rückenschmerzen nach dem Kochen. Zu hoch macht das Schneiden unangenehm. Wer eine Küche nach Mass bestellt, sollte die eigene optimale Höhe testen: Handgelenk bei hängendem Arm — 10–15 cm darunter ist die richtige Arbeitshöhe.
Arbeitsdreieck
Das Küchen-Arbeitsdreieck verbindet Herd, Spüle und Kühlschrank. Wenn die drei Punkte in enger Beziehung stehen, minimiert das die Wege beim Kochen. Ideale Gesamtlänge des Dreiecks: 4–7 m. Kein Dreieck funktioniert, wenn alle drei Punkte auf einer Linie sind.
Stauraum durchdacht
Schubladen sind praktischer als Türen. Tiefe Schubladen (Auszüge) für Töpfe und Pfannen. Hochschränke für Vorräte und Geräte. Apothekerschrank (schmaler Auszug) für Gewürze. In Küchen in Pratteln, wo Platz oft begrenzt ist, werden Eckschränke mit Karussell ausgestattet — das löst die unzugängliche Ecke elegant.
Arbeitsfläche
- Kunststein (Quarz): sehr hart, langlebig, pflegeleicht, teuer
- Granit: natürlich, langlebig, muss imprägniert werden
- Laminat: günstig, nicht hitzebeständig, schneidet man nicht drauf
- Holz: schön, warmherzig, braucht Pflege, empfindlich für Wasser
Spülbecken
Unterputzmontage (kein Rand) ist pflegeleichter als Auflieger. Grosses Einzelbecken (40 cm tief) ist praktischer als zwei kleine. Keramik oder Edelstahl: beide gut, Edelstahl zeigt Kratzer weniger.