Schlafen ist Erholung — der Schlafraum sollte das unterstützen. Was macht einen guten Schlafraum aus, bautechnisch und einrichtungstechnisch?
Temperatur
Ideal: 16–18°C. Viele heizen Schlafzimmer zu stark. Heizung Schlafzimmer nachts auf 15–16°C absenken — Schlafqualität steigt. Lüftung vor dem Schlafen: frische kühle Luft einlassen, dann Fenster zu.
Verdunkelung
Vollständige Dunkelheit verbessert Schlafqualität nachweislich (Melatonin-Ausschüttung). Verdunkelungsrollos, -vorhänge oder Plissee. Im Sommer wenn es früh hell wird: entscheidend.
Schallschutz
Schlafzimmer sollte das ruhigste Zimmer im Haus sein. Weg von Strasse, weg vom Treppenhaus. Schallschutztüre (Rw 37+ dB). Volle Wände ohne Hohlräume (keine dünnen Gipskartonwände).
Luftqualität
Im Schlafzimmer erhöht sich die CO₂-Konzentration durch die Atemluft stark — besonders in kleinen Räumen. Fenster kippen: schlechter Kompromiss (kühlt aus). Besser: kurzes Stosslüften vor dem Schlafen, evtl. kleine Lüftungsanlage oder CO₂-gesteuerter Fensteraktor.
In Schlafzimmern in Häusern in Böckten, wo die Strasse vorbeiläuft, ist die Wahl zwischen Lärmschutz und Frischluftzufuhr schwierig — Lärmschutzfenster und kontrollierte Lüftung lösen das Problem dauerhaft.
Materialien
Natürliche Materialien im Schlafzimmer: Holz, Naturbettwäsche, Baumwolle — keine synthetischen Böden oder starke Lösungsmittelgerüche. Emissionsarme Farben und Bodenbeläge (Emicode EC1+).