Der Aussenputz schützt das Mauerwerk vor Witterungseinflüssen. Wenn er altert, rissig wird oder sich löst, ist es Zeit zu handeln — nicht irgendwann, sondern bevor Feuchtigkeit eindringt.
Zeichen für erneuerungsbedürftigen Aussenputz
- Risse, die tiefer als 1–2 mm gehen
- Putz, der hohl klingt beim Abklopfen (abgelöst vom Untergrund)
- Moosbelag und dauerhafter Feuchtefleck an der Fassade
- Abplatzende oder stark ausgeblasste Farbe
- Frostschäden (Putz platzt nach Gefrieren von Wasser in Rissen ab)
Ausbesserung oder Neuverputz?
Wenn unter 20% der Putzfläche Schäden zeigt: Ausbesserung möglich. Darüber: Neuverputz wirtschaftlicher, weil Ausbesserungen sichtbar bleiben und Flicken schneller wieder versagen als neuer Putz.
Jahreszeitliche Einschränkungen
Putzen ist von April bis Oktober sinnvoll. Temperaturen unter 5°C und über 30°C sowie direkte Sonneneinstrahlung auf frischen Putz sind schädlich. In Nordfassaden oder schattigen Lagen — wie bei vielen Häusern in Tecknau — trocknet Putz langsamer und ist anfälliger für Pilz- und Algenbefall.
Systemwechsel möglich?
Ja — auf mineralischen Unterputz kann Silikonharzputz als Oberputz aufgebracht werden, auch wenn früher mineralischer Deckputz verwendet wurde. Umgekehrt ist es schwieriger. Immer Herstellerempfehlung prüfen.
Kosten Aussenputzsanierung
- Ausbesserung (20% der Fläche): CHF 30–60 pro m²
- Kompletter Neuverputz (inkl. Unterputz, Deckputz, Anstrich): CHF 80–150 pro m²
- Mit WDVS kombiniert: CHF 130–220 pro m²