Begrünte Fassaden schützen das Mauerwerk, verbessern das Stadtklima und schaffen Lebensraum für Insekten. Was steckt hinter dem Begriff «Grüne Fassade» oder «Living Wall»?
Klassische Kletterpflanzen
Efeu, Wilder Wein, Kletterrose: Pflanzen ranken direkt an der Wand oder auf einem Gerüst davor. Günstig, selbstwachsend, minimal pflegebedürftig nach der Anlaufphase. Jahresunterhalt: 2–4 Stunden.
Living Wall (Pflanzenwand)
Ein vertikales Pflanzsystem — Module oder Filzsysteme mit Substrat und Pflanzen, die direkt an der Wand montiert werden. Bewässerung automatisch. Vielfältigere Bepflanzung möglich als bei Kletterpflanzen.
Vorteile: dichte Begrünung, optisch spektakulär, gut für Schalldämpfung. Nachteile: teuer in Anschaffung (CHF 400–800/m²), pflegeintensiv, bei Systemausfall schnell beschädigend.
Wann welche Lösung?
Grosses Haus mit langer Fassadenfront: Kletterpflanzen auf Gerüst. Modernes Eingangskonzept, kleine Fläche als Statement: Living Wall. Privatgarten ohne grosses Budget: Efeu und Wilder Wein selbst gepflanzt.
Bewässerung
Kletterpflanzen: im ersten Sommer giessen bis verwurzelt, danach selbstständig. Living Wall: Bewässerungssystem Pflicht — ohne regelmässige Wasserversorgung stirbt die Wand.
In Wohnüberbauungen in Häusern nahe Münchenstein werden Living-Wall-Elemente zunehmend als Marketingmerkmal eingesetzt — und sorgen bei Käufern für anhaltende Begeisterung, solange die Wartung stimmt.