Brandschutz im Wohnhaus wird oft als Thema für Gewerbebauten abgetan. Dabei ist ein Hausbrand eine der häufigsten und schwersten Katastrophen für Familien.
Rauchmelder
In der Schweiz sind Rauchmelder in Wohngebäuden in fast allen Kantonen Pflicht. Mindestens ein Rauchmelder pro Stockwerk, besonders in Schlaf- und Kinderzimmern. Funkvernetzt: alle melden gleichzeitig. Testen monatlich, Batterien jährlich tauschen.
Fluchtwege
Jeder Schlafraum braucht zwei Fluchtwege: Tür und Fenster. Fenster im Erdgeschoss und erstem Stock: Rettungshöhe prüfen. Im Dachgeschoss: Dachfenster als Ausgang — Größe SN EN 1125 (mind. 0.9 m hoher Öffnungsflügel).
Feuerlöscher
Empfehlung: ein Feuerlöscher (6 kg ABC-Pulver oder CO₂) pro Stockwerk, besonders in Küche und Keller. Standort: gut zugänglich, sichtbar. Wartung: alle 2 Jahre durch Fachbetrieb.
Brandlasten reduzieren
Kein brennbares Material in Heizraum, vor Garagen, im Stiegenhaus (Karton, Holz, Fahrzeuge). Kabel und Schaltkästen regelmässig prüfen (Hauptbrandursache: Elektrik).
In Häusern in Gelterkinden mit Kaminofen wurden nach einem Schornsteinbrand die Brandschutzmassnahmen überprüft — fehlender Funkenfänger am Kamin und mangelhafte Reinigung waren die Ursache. Einfach zu vermeiden.
Löschdecke
In der Küche: Löschdecke griffbereit. Topfbrände sofort mit Deckel oder Löschdecke ersticken — nie mit Wasser löschen (Fettexplosion).