Brandschutz im Eigenheim ist kein Thema für Gewerbebetriebe allein — auch im privaten Wohnhaus gibt es klare Regeln und sinnvolle Massnahmen, die Leben retten können.
Rauchmelder
In der Schweiz sind Rauchmelder für Neubauten vorgeschrieben. Für Bestandsgebäude: kantonale Regelungen — in den meisten Kantonen empfohlen, teils Pflicht. Kosten: CHF 15–30 pro Stück. Wo: in jedem Schlafraum, im Korridor und im Treppenhaus. Batterien jährlich testen.
Fluchtwege
Jeder Raum im Haus muss einen sicheren Fluchtweg haben. Schlafzimmer über 3. Geschoss: Feuerwehrleiter oder direkter Ausgang. Schlüssel nie im Schloss lassen, wenn Haustür abgesperrt ist — im Brandfall verhindert das die Flucht.
Feuerlöscher
Für Küche empfiehlt sich ein Feuerlöscher oder Feuerlöschdecke. Öl- und Fettbrände (häufigste Küchenbrände): Feuerlöschdecke erstickt das Feuer ohne Spritzer. Pulver-Feuerlöscher ist vielseitig, hinterlässt aber erheblichen Schaden beim Einsatz.
Heizraum und Kamin
Heizräume müssen von Wohnräumen durch EI30-Wände getrennt sein. Türe: selbstschliessend, EI30. Kaminanschlüsse und Dachdurchführungen regelmässig vom Kaminfeger prüfen lassen — verstopfte oder rissige Kamine sind eine häufige Brandursache.
In Häusern in Gelterkinden, wo viele Liegenschaften Holzöfen oder Kaminkamine haben, ist die jährliche Kaminfegerkontrolle gesetzlich vorgeschrieben — und sinnvoll.
Elektrik
Überhitzte Leitungen und defekte Geräte sind häufige Brandursachen. Alte Aluminiumleitungen erneuern. Steckdosen nicht überlasten. Geräte mit Wärmeentwicklung (Trockner, Bügeleisen) nie unbeaufsichtigt lassen.