Gesteinswolle, EPS, XPS, PUR — Dämmstoffe unterscheiden sich erheblich in Eigenschaften, Einsatzbereich und Kosten. Ein Überblick.
EPS (Expandiertes Polystyrol)
Weisser Hartschaum, umgangssprachlich «Styropor». Günstigster Dämmstoff. Gut für Fassade (WDVS), Kellerdecke, Boden. Nicht atmungsaktiv. Nicht für Flachdach-Auflage (braucht XPS dort).
XPS (Extrudiertes Polystyrol)
Blauer oder rosa Hartschaum. Druckfest, feuchteresistent. Ideal für Keller-Perimetrierung (direkte Erdberührung), Umkehrdach, Böden unter dem Estrich. Teurer als EPS, aber nötig wo Feuchte und Druck herrschen.
PUR / PIR (Polyurethan)
Dünnste Dämmlösung (niedrigstes λ). Für enge Platzverhältnisse. Gut für Flachdach, Fassade wenn Platz begrenzt. Nicht brennbar (PIR: schwerentflammbar). Teuerste Option.
Mineralwolle (Stein-/Glaswolle)
Nicht brennbar (A1/A2). Atmungsaktiv. Für Brandschutzanforderungen ideal. Gut für Dach (zwischen Sparren), Wände, Decken. Verliert Dämmwert wenn nass — trocken halten.
Naturdämmstoffe
Holzfaserdämmung, Zellulose, Hanf, Schafwolle: nachwachsend, ökologisch, meist etwas teurer. Feuchteregulierend. Für Dach und Innenwand beliebt in Ökobauten.
In Häusern in Diepflingen, wo energetisch saniert wird, ist die Kombination XPS unter dem Estrich (Feuchtigkeitsschutz) und EPS-WDVS an der Fassade (günstig, gut) die häufigste Lösung.