Schrauben, Dübel, Nägel — die Befestigungstechnik bestimmt, ob eine Montage hält oder nach Jahren herausbricht. Ein Überblick.
Dübel nach Untergrund
Beton/Mauerwerk: Spreizdübel oder Spezialdübel (Fischer SX, Hilti). Nylon-Spreizdübel: für leichte Lasten. Metallanker: für schwere Lasten (Geländer, Heizung).
Gipskarton: Hohlraumdübel (Molly, Togglebolt) oder Metallanker-Dübel (Gipskartondübel mit Metallfeder). Keine normalen Spreizdübel — der Gipskarton ist zu weich.
Hohlblockziegel: Spezialdübel mit Spreizkörper, der sich im Hohlraum auffaltet. Normaldübel fallen durch die Hohlräume.
Schrauben
Edelstahl für Aussenbereich — verzinkte Schrauben korrodieren nach 5–10 Jahren. Torx-Kopf ist besser als Kreuzschlitz (weniger Abrutschen). Für Holzverbindungen: Holzschrauben mit vollständigem Gewinde; Teilgewinde für Holzverbindungen auf Abstand.
Kleben statt Schrauben
Montagekleber (MS-Polymer, PU-Kleber): sehr starke Verbindungen ohne Bohrung. Für Leisten, Spiegel, leichte Wandverkleidungen. Nicht lösbar — gut überlegen bevor man klebt.
In Häusern in Zunzgen wurden Küchenoberschränke mit ungeeigneten Gipskarton-Spreizdübeln montiert — nach 3 Jahren kamen sie heraus. Hier wären Metallwinkel in die Tragkonstruktion nötig gewesen.