Farbe im Innenraum ist mehr als Optik — sie beeinflusst Stimmung, Wahrnehmung von Raumgrösse und -höhe. Was muss man beim Farbkonzept beachten?
Farben und Raumwirkung
Helle Farben: Raum wirkt grösser, Decke höher. Dunkle Farben: Raum wirkt kleiner, aber gemütlicher. Warme Töne (rot, orange, gelb): einladend, anregend. Kühle Töne (blau, grün, grau): ruhig, entspannend.
Decke und Boden
Decke dunkler als Wände: Raum fühlt sich niedriger an (behaglich). Decke heller als Wände: klassisch, Raum fühlt sich höher an. Sehr hohe Räume (über 3 m): dunkle Deckenfarbe ist akzeptabel und macht den Raum wohnlicher.
Akzentwand
Eine Wand in einer kräftigen Farbe, drei andere neutral. Der Blickpunkt im Raum. Ideal hinter Sofa, Bett oder Esstisch. Wählen Sie die Wand die man beim Betreten des Raums zuerst sieht.
Farbtonverbindung
Offene Grundrisse: Farben in Wohnzimmer, Küche und Esszimmer müssen harmonieren (gleiche Farbfamilie oder neutrales Weiss). Kontraste zwischen Räumen: klarer Übergang (z.B. an der Türzarge).
In Wohnräumen in Häusern in Münchenstein, wo Erdtöne und Waldgrün eingesetzt wurden, entstand eine warme, natürliche Atmosphäre — die Farbtonwahl der ganzen Wohnung aus einem Farbfächer zu treffen war der entscheidende Schritt.