Fassadenbegrünung — also Pflanzen, die direkt an der Hauswand wachsen — ist ästhetisch, ökologisch und kann sogar kühlend wirken. Was spricht dafür, was dagegen?
Vorteile
- Wärmedämmung: Blätterschicht reduziert Sonneneinstrahlung auf Fassade um bis zu 30%
- Kühlung: Verdunstung der Pflanzen kühlt die Fassade — bis zu 5°C Unterschied
- Lebensraum: Insekten, Spinnen, Kleinsäuger nutzen Begrünung
- Optik: Grüne Fassade belebt das Stadtbild
Risiken und Nachteile
Efeu und Wilder Wein haften mit Haftscheiben direkt an der Putzfläche. Das kann den Putz beschädigen, wenn Pflanzen entfernt werden. Ausserdem: Feuchtigkeit hinter dem Laub kann Putz dauerhaft feucht halten — Schimmelrisiko.
Vor allem bei Isolierfassaden (WDVS) ist direkte Wandbegrünung heikel — Wurzeln können ins Dämmmaterial eindringen. Hier ist eine Gerüst-Begrünung (Rankgitter mit Abstand) sicherer.
Rankgitter-System
Rankgitter mit 20–40 cm Abstand zur Fassade lässt Luft zirkulieren, verhindert Feuchtestau und ist nach Abschluss einfacher von der Fassade zu lösen. Kletterpflanzen ranken am Gitter — nicht an der Wand.
In Häusern in Arlesheim, wo Fassadenbegrünung in ruhigen Wohnstrassen sehr gepflegt wird, sieht man überwiegend Rankgittersysteme — schöner und fassadenschonender als direktes Haften.
Geeignete Pflanzen
- Wilder Wein (Parthenocissus): schnell, robust, Herbstfärbung schön
- Kletterrose: aufwendig, aber wunderschön
- Clematis: leicht, viele Blütenvarianten
- Glyzinie: spektakulär, braucht starkes Gerüst