Für viele Hausbesitzer ist der Dachraum eine ungenutzte Reserve. Bevor man teuren Neubau oder Anbau plant, lohnt ein Blick nach oben.
Gauben — Licht und Höhe
Gauben sind Dachaufbauten, die Licht und Stehhöhe in den Dachraum bringen. Die häufigste Form: die Schleppgaube (Dachfläche flacher als Hauptdach). Sie ist vergleichsweise günstig zu bauen und einfach in der Abdichtung.
Spitzgaube (dreieckiges Satteldach oben): eleganter, teurerer. Rundes Ochsenauge: historisch, dekorativ, teuer. Flachdachgaube: modern, maximale Kopffreiheit, wasseranfälliger.
Pultdachaufbau (Kniestockausbau)
Das Dach wird an einer Seite höher gebaut — ein «Kniestock» entsteht. Das schafft mehr Stehhöhe an den Seiten des Dachs, ohne den Dachstuhl zu verändern. Oft günstiger als eine Gaube.
Was bewilligt wird
Gauben brauchen fast immer eine Baubewilligung. Grösse und Anzahl sind in vielen Zonenreglementen begrenzt. In historischen Ortsbildern können Gauben ganz untersagt oder stark eingeschränkt sein. In Häusern in Nusshof oder ähnlichen Dörfern ist die Abklärung beim Gemeindebauamt der erste Schritt.
Kosten
- Einfache Schleppgaube (2 m Breite): CHF 15'000–30'000
- Spitzgaube: CHF 20'000–40'000
- Flachdachgaube: CHF 18'000–35'000
- Kniestockausbau (laufender Meter): CHF 3'000–8'000