Wer ein Haus in einer Hangzone kauft oder baut, hat besondere Chancen — aber auch besondere Risiken. Was muss man wissen?
Die Vorteile der Hanglage
- Ausblick und natürliche Belichtung
- Oft ruhiger als flache Lagen
- Möglichkeit von Untergeschoss mit Ausblick
- Natürliche Hangsituation ermöglicht interessante Architektur
Die Risiken
Hangwasser: Regenwasser fliesst an der Oberfläche oder im Boden hangabwärts. Wenn das Haus falsch liegt oder die Drainage fehlt, steht Wasser am Fundament. Perimetrische Drainage um das Haus ist Pflicht.
Hangrutschungen: In bestimmten geologischen Lagen ist Hangbewegung möglich. Kantonale Gefahrenkarten zeigen gefährdete Zonen. Immer prüfen bevor man kauft oder baut.
Fundamentierung
Hanglagen erfordern oft aufwendigere Fundamente: tiefere Gründung, Pfähle oder Mikropfähle, angepasstes Fundament an den Hang. Das erhöht die Baukosten um 15–30%.
Erschliessung
Steile Zufahrten können im Winter problematisch werden. Max. Gefälle für eine sicher nutzbare Einfahrt: 12–15%. Steiler: Rampenheizung einplanen.
In Hanglagen rund um Reigoldswil, wo viele Häuser in Terrassenlagen stehen, sind diese Fragen besonders relevant — Drainage und Fundamentierung sind dort bei fast jedem Bau ein Thema.
Vorteil: Passivhaus-Prinzip
Südexponierte Hänge erlauben optimale Sonneneinstrahlung auf Fassade und Dach. Kombination von natürlichem Tageslicht und solarer Wärme ist in Hanglagen ideal nutzbar.