Nicht jeder kann oder möchte eine Gesamtsanierung auf einmal stemmen. Die etappenweise Renovierung ist in der Schweiz weit verbreitet — wenn sie gut geplant ist, funktioniert das sehr gut. Wenn nicht, zahlt man Arbeiten doppelt.
Die richtige Reihenfolge beim Renovieren
Die goldene Regel: von innen nach aussen, von oben nach unten, und immer mit der Haustechnik beginnen. Wer zuerst streicht und danach die Heizung saniert, beschädigt die frische Farbe. Wer das Bad renoviert, bevor die Wasserleitungen erneuert sind, reisst bald wieder auf.
Eine bewährte Reihenfolge:
- Dach und Fassade (Wasserschutz zuerst)
- Heizung und Haustechnik
- Fenster und Türen
- Innenausbau: Böden, Wände, Küche, Bad
- Malerarbeiten als Abschluss
Etappenplanung konkret
Wer ein Haus in Allschwil saniert, muss bedenken: In bewohnten Objekten kann man nicht alles gleichzeitig machen. Die Familie muss irgendwo wohnen. Das zwingt zur Etappierung — und die will professionell geplant sein, damit keine Bereiche doppelt geöffnet werden.
Tipp: Bei jedem Etappenabschluss Fotos der verdeckten Installationen machen. Leitungsführungen, Rohre hinter Rigips, Kabeltrassen — alles dokumentieren. Das spart bei der nächsten Etappe Zeit und Geld.
Budget über mehrere Jahre
Eine realistische Faustregel: 1–2% des Gebäudeversicherungswerts pro Jahr für Unterhalt einplanen. Bei einer Liegenschaft mit CHF 800'000 Versicherungswert sind das CHF 8'000–16'000 jährlich. Wer das konsequent anspart, kann Renovierungsetappen aus laufendem Geld finanzieren.
Wann lohnt sich ein Gesamtkonzept?
Immer. Auch wer etappenweise saniert, sollte am Anfang ein Gesamtkonzept erstellen lassen. So weiss man, was auf einen zukommt, und trifft heute keine Entscheidungen, die morgen teuer rückgängig gemacht werden müssen.