In der Schweiz gibt es mehrere zuverlässige Methoden zur Versicherung von Liegenschaften. Wer sein Haus gut versichert, schläft ruhiger.
Gebäudeversicherung
In den meisten Kantonen ist die Gebäudeversicherung obligatorisch und wird bei der kantonalen Gebäudeversicherung (GVB, GVA, etc.) abgeschlossen. Die Prämie richtet sich nach dem Versicherungswert des Gebäudes. Gedeckt: Feuer, Elementarschäden (Überschwemmung, Sturm, Hagel).
Haushaltsversicherung
Deckt den Hausrat (Möbel, Elektronik, Kleider) sowie Haftpflichtschäden, die man selbst verursacht. Die Haushaltsversicherung ist nicht obligatorisch — aber praktisch unverzichtbar. Kosten: CHF 200–500 pro Jahr, je nach Deckungssumme und Selbstbehalt.
Was oft vergessen wird
Glasbruchversicherung: Separates Modul für Glasschäden (Fensterscheiben, Glaskeramik-Kochfelder). Günstig und sinnvoll, besonders bei neueren, grossen Verglasungen.
Wasserschadensversicherung: Leitungswasserbruch und Rückstau sind oft nicht in der Grunddeckung enthalten. In Häusern in Liestal und anderen Gemeinden, die in Bachnähe liegen, ist der Rückstau-Schutz besonders wichtig.
Unterversicherung vermeiden
Ein häufiger Fehler: Das Haus wurde vor 20 Jahren für CHF 500'000 versichert — heute kostet eine Neuerstellung CHF 900'000. Im Schadenfall zahlt die Versicherung nur anteilig. Versicherungswert regelmässig (alle 5 Jahre) an den tatsächlichen Neubauwert anpassen.
Elementarschäden
Starkregen-Ereignisse nehmen zu. Prüfen Sie, ob das Haus über Rückstauklappen im Keller verfügt — Abwasser drückt bei starkem Regen zurück und flutet den Keller. Kosten Rückstauklappe: CHF 500–2'000.