Wer renoviert, denkt selten an die Netzwerkinfrastruktur — bis WLAN in jedem Zimmer schwächelt und Videokonferenzen ruckeln. Mit etwas Vorplanung lässt sich das vermeiden.
LAN-Kabel verlegen
Ethernet-Kabel (Cat 6a oder Cat 7) in jeden Raum — das ist die beste WLAN-Alternative. Kabel in Leerrohre einziehen während Wände offen sind. Anschluss am zentralen Router im Technikraum oder Keller. Kosten: CHF 50–100 pro Anschluss wenn gleichzeitig mit Renovation gemacht.
WLAN-Mesh-Systeme
Wenn kein LAN: Mesh-WLAN-Systeme (Eero, Unifi, Netgear Orbi) verbessern die Abdeckung erheblich gegenüber einem einzelnen Router. Mehrere Access Points verbinden sich untereinander — kein «toter Fleck» mehr. Kosten: CHF 300–800 für ein Einfamilienhaus.
Powerline-Adapter
Netzwerk über die Stromleitung: einfach zu installieren, keine Verkabelung. Leistung variiert stark je nach Stromleitungsqualität. In alten Häusern in Diegten, wo Strominstallationen aus den 60er Jahren stammen, ist Powerline oft unzuverlässig — Mesh-WLAN ist dort die bessere Wahl.
Heimnetz-Sicherheit
- Router-Passwort ändern (Standardpasswörter sind unsicher)
- WPA3-Verschlüsselung aktivieren (falls Router es unterstützt)
- Gastnetzwerk für IoT-Geräte (Smart-TV, Sprachassistenten) separat halten
- Router-Firmware regelmässig aktualisieren
Router platzieren
Router möglichst zentral im Haus, nicht im Keller. Jede Wand zwischen Router und Gerät reduziert die Signalstärke. Beton- und Backsteinwände dämpfen WLAN stark.