Holz als Baustoff erlebt eine Renaissance — Massivholzbau, Holzrahmenbau und Holz-Hybridbau boomen. Was macht Holz so attraktiv — und wo sind seine Grenzen?
Warum Holz?
Holz bindet CO₂ — ein Brettschichtholz-Balken speichert CO₂ über seine gesamte Nutzungsdauer. Die Herstellung ist energiearm verglichen mit Beton oder Stahl. Holzbauten können sehr schnell errichtet werden (Vorfertigung im Werk, Montage auf der Baustelle in wenigen Wochen).
Massivholzbau
Kreuzlagenholz (CLT/KLH) oder Brettstapel als tragende Wände und Decken. Sehr gute Schall- und Wärmedämmeigenschaften. Natürliche Optik, wenn sichtbar gelassen. Kosten: vergleichbar mit Massivbau, bei guter Vorfertigung schneller.
Holzrahmenbau
Die klassische Schweizer Bauweise für Einfamilienhäuser. Leichte Konstruktion mit Holzständern, Gefach ausgefüllt mit Dämmung. Schnell, flexibel, gut dämmbar. Gute Schalldämmung braucht Sorgfalt.
Brandschutz
Holz brennt — aber es brennt kontrolliert und voraussehbar. Massivholz verkohlt an der Aussenseite, der Kern bleibt lange tragfähig. Brandschutzvorschriften sind für Holzbauten gut geregelt. Bis zu 6 Geschosse sind in der Schweiz in Holzbauweise realisierbar.
In Dörfern wie Waldenburg, wo Holzbau eine lange Tradition hat, entstehen heute Mehrfamilienhäuser vollständig aus Holz — mit modernem Komfort und gutem Raumklima.
Wo Holz an Grenzen stösst
- Feuchtebeanspruchung ohne Schutz (Keller, Fundamente)
- Sehr grosse Spannweiten (braucht dann Ingenieurholz)
- Hohe Temperaturen (Sauna, Kamin) brauchen andere Materialien daneben