Holzfassaden sind im Jura und Schwarzwald traditionell verbreitet und erleben schweizweit eine Renaissance — besonders in Neubaugebieten, wo Architekten auf natürliche Materialien setzen. Aber Holz braucht Pflege.
Unbehandelt oder behandelt?
Unbehandeltes Holz vergraut natürlich und gleichmässig zu einem silbergrauen Ton — das nennt sich «Versilberung» und ist vollkommen normal. Das Holz wird dabei nicht beschädigt, solange Wasser abfliessen kann. Viele Architekten schätzen diesen Look.
Wer die ursprüngliche Holzfarbe erhalten will, muss lasieren oder streichen.
Lasur oder Anstrich?
Lasur: Transparent oder halbtransparent, lässt die Holzstruktur sichtbar. Muss alle 3–5 Jahre erneuert werden (Aussenexposition). UV-Schutz und Holzfeuchteschutz sind die Hauptfunktionen.
Anstrich (deckend): Schützt besser, verbirgt aber die Holzmaserung. Hält 7–10 Jahre, muss dann vollständig abgestrahlt und neu gestrichen werden — aufwendiger als Lasur.
Was ist in Basel-Landschaft üblich?
In Gemeinden wie Waldenburg oder im oberen Waldenburgertal dominieren traditionelle Holzbauten, die alle 5–8 Jahre neu lasiert werden. Wettbeständige Systeme auf Leinöl- oder Harzbasis sind hier weit verbreitet.
Welches Holz eignet sich für Fassaden?
- Lärche: witterungsbeständig, harzig, natürlich dauerhaft
- Douglasie: ähnlich Lärche, etwas günstiger
- Fichte: braucht mehr Oberflächenbehandlung
- Thermoholz: wärmebehandelt, formstabiler, weniger Pflegebedarf
Montagetipps
Hinterlüftung hinter der Fassadenverkleidung ist entscheidend — Holz muss trocknen können. Mindestabstand zur Oberkante Terrain: 30 cm. Keine direkten Spritzwasserzonen ohne Zusatzschutz.