Lärm von aussen — Strassen, Bahnen, Nachbarn — beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich. Mit den richtigen baulichen Massnahmen lässt sich viel verbessern.
Schallquellen analysieren
Bevor man in Massnahmen investiert: verstehen, woher der Lärm kommt. Strassenlärm: tieffrequent, kommt durch Wände und Fenster gleichermassen. Bahnlärm: Erschütterungen übertragen sich durch Boden. Nachbarschaftslärm: Luftschall durch Trennwände.
Fenster — die grösste Schwachstelle
Lärmschutzglas (VSG-Glas mit Lärmschutzeigenschaften) reduziert Strassenlärm erheblich. Standard-Zweifachverglasung: Rw ca. 30 dB. Lärmschutzglas: Rw bis 45 dB. Der Unterschied ist deutlich hörbar.
Doppelte Fenster (zweite Scheibe innen, grosser Abstand): bis Rw 50 dB — die beste Lösung für Lagen direkt an Hauptstrassen.
Aussenlärmschutzwand
Im Gartenbereich eine Lärmschutzwand oder dichtes Gebüsch: reduziert Lärm um 5–10 dB. Nicht dramatisch, aber kombiniert mit anderen Massnahmen wirksam.
In Häusern in Dottikon, die an der stark befahrenen Hauptstrasse liegen, wurde durch den Einbau von Lärmschutzfenstern eine messbare Verbesserung um 15 dB erzielt — das entspricht einer Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke.
Wände und Decken
Schallschutzputz (schwerer mineralischer Putz) erhöht die Masse der Wand — mehr Masse = mehr Dämmung. Schwere Vorsatzschale (Gipskarton auf Abstand mit Dämmung) auf Aussenwänden: Rw + 5–10 dB möglich.
Was nicht hilft
- Dünner Vorhang: kaum Wirkung auf Aussenlärm
- Malerarbeiten und Tapeten: kein Schallschutzeffekt
- Einfache Akustikplatten innen: helfen beim Nachhall, nicht beim Schall von aussen