Naturgartengestaltung wird immer beliebter — nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch pflegeärmer als der klassische englische Rasen.
Was ist ein Naturgarten?
Ein Naturgarten nutzt einheimische Pflanzen, verzichtet auf Pestizide und Kunstdünger, und schafft Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere. Er ist nicht «unordentlich» — er ist bewusst gestaltet, aber natürlicher.
Einheimische Stauden
Einheimische Pflanzen sind an das lokale Klima und den Boden angepasst. Sie brauchen wenig Pflege, sind winterhart und werden von einheimischen Insekten als Nahrung genutzt. Beispiele: Schafgarbe, Storchschnabel, Roter Fingerhut, Margerite, Flockenblume.
Wildblumenwiese statt Rasen
Rasen mähen: 10–15 Mal pro Jahr. Wildblumenwiese: 2 Mal pro Jahr. Samengemisch einheimischer Blumen säen auf mageren, tiefgegrabenen Boden. Erstes Jahr: wenig spektakulär. Ab Jahr 2: Blütenpracht und Insektensummen.
Steingarten
Trockensteinmauern und Steinschüttungen sind ideale Lebensräume für Eidechsen, Wildbienen und Schmetterlinge. Zwischen den Steinen: Sedum, Thymian, Hauswurz.
In Häusern in Wenslingen, wo Naturgärten in den letzten Jahren stark zugenommen haben, berichten Eigentümer von deutlich mehr Vogelarten und Schmetterlingen — bei weniger Pflegeaufwand als vorher.
Was Gemeinden und Kantone fördern
Viele Gemeinden im Kanton BL fördern naturnahe Gartengestaltung durch Beratung oder Saatgut-Gutscheine. Bei der Gemeindeverwaltung nachfragen.