Natürliche Steinböden — Granit, Marmor, Schiefer, Sandstein, Travertin — sind zeitlos und langlebig. Aber ihre Pflege braucht Wissen, sonst entstehen Schäden, die schwer rückgängig zu machen sind.
Das Problem: Kalk und Säure
Fast alle Natursteine reagieren empfindlich auf Säure. Kalkstein und Marmor bestehen selbst aus Kalziumkarbonat — Säure löst sie buchstäblich auf. Essig, Zitronensaft, Weinflecken, saure Reiniger: alles vermeiden.
Die richtige Reinigung
- pH-neutrale Steinreiniger: immer
- Nie Essigreiniger, Ammoniak, Chlorbleiche
- Tägliches Wischen mit feuchtem Tuch (kein Scheuern)
- Tiefenreinigung mit Steinseifen-Lösung
Imprägnierung
Regelmässige Imprägnierung verhindert Eindringen von Flüssigkeiten, Fetten und Farben. Wie oft: alle 1–3 Jahre je nach Beanspruchung. Imprägnierer muss zum Stein passen (poröse Steine brauchen andere Produkte als dichte).
Kratzer und Politur
Marmor: Kratzer durch Polieren entfernen (Poliermaschine, Poliermittel auf Oxalat-Basis). Granit: deutlich härter, kaum kratzbar. Schiefer: strukturiert, Kratzer weniger sichtbar.
In Häusern in Seltisberg, wo Marmorböden verlegt wurden, häufen sich Klagen über Kalkflecken von Wasserflaschen — unvermeidlich ohne konsequente Imprägnierung und sofortiges Aufwischen.
Was tun bei Flecken
Sofort aufwischen. Wasser-Flecken: helle Stelle, die nach Trocknung verschwindet. Öl: mit Maisstärke oder Kieselgur bedecken, einwirken lassen, danach abwischen. Saure Flecken: irreversibel ohne Schleifen und Polieren.