Nutzgarten — Gemüse, Kräuter, Beerenobst im eigenen Garten — erlebt eine grosse Renaissance. Was braucht es für den Einstieg?
Standortwahl
Gemüse braucht mind. 6 Stunden direktes Sonnenlicht täglich. Kein Schatten durch Bäume oder Gebäude. Nahe am Haus: bessere Kontrolle, öfters gegossen. Flache Lage: kein Staunasse-Problem.
Hochbeet vs. Flachbeet
Hochbeet: 60–80 cm Höhe, kein Bücken, bessere Drainage, frühere Erwärmung im Frühling. Flachbeet: günstig, mehr Fläche. Hochbeet: für Rentner, Rückenprobleme, kleine Gärten.
Erde und Düngung
Hochbeet-Füllung: unten Holzschnipsel (Drainage + Wärme durch Verrottung), mitte Kompost und Gartenerde, oben Qualitätserde für Gemüse. Flachbeet: Gartenerde mit Kompost verbessern. Düngung: organischer Dünger (Hornspäne, Kompost) statt Kunstdünger.
Was für Anfänger?
Einfach: Radieschen (3 Wochen bis zur Ernte), Salat, Spinat, Kräuter (Basilikum, Petersilie). Mittel: Tomaten, Zucchini, Bohnen. Schwierig: Blumenkohl, Sellerie, Karotten.
In Gärten in Häusern in Oltingen, wo grosse Grundstücke vorhanden sind, haben Familien mit Hochbeeten begonnen — der kontrollierbare Start ohne grosse Gartenarbeit hat viele zum Gemüsegärtnern gebracht, die vorher nie gedacht hätten, das zu tun.
Bewässerung
Tropfbewässerung: günstig (CHF 50–150), spart Wasser, ideal für Ferien. Mulchen (Grasschnitt, Stroh): reduziert Austrocknung erheblich.