Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das aus dem Boden aufsteigt — und in schlecht belüfteten Räumen zur Gefahr werden kann.
Was ist Radon?
Radon entsteht beim radioaktiven Zerfall von Uran im Boden und Gestein. Es ist geruchlos, farblos und unsichtbar. Langfristige Exposition erhöht das Lungenkrebsrisiko — in der Schweiz ist Radon nach Rauchen die zweithäufigste Ursache von Lungenkrebs.
Wie kommt Radon ins Haus?
Durch den Unterdruck im Haus (Luftdruckdifferenz) wird Radon aus dem Boden angesaugt. Haupteingangsstellen: Risse im Fundament, undichte Durchführungen (Rohre, Kabel), Kellerfenster.
Wo ist das Risiko höher?
In der Schweiz: besonders Jura, Mittelland und Alpenregionen mit granitischem oder uranhaltigem Gestein. In BL besonders in Langenbruck, Waldenburg, und der Juragegend kann Radon erhöht sein. Messung klärt es.
Messung
Passivdosimeter (CHF 20–50) für 2–3 Monate aufstellen: gibt zuverlässige Jahresmittelwerte. Grenzwert Schweiz: 300 Bq/m³. Referenzwert (angestrebt): unter 100 Bq/m³.
In Häusern in Langenbruck, wo erhöhte Radonwerte bekannt sind, empfiehlt die Gemeinde aktiv Messungen — und viele Eigentümer haben bereits mit Lüftungsmassnahmen reagiert.
Massnahmen
- Fundament und Keller abdichten (Risse, Durchführungen)
- Keller gut lüften
- Unter-Druck-System im Keller (günstigste technische Lösung)
- Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) mit Radon-Sensor