Wer eine Renovation finanzieren will, hat verschiedene Optionen — von der klassischen Hypothekarerhöhung bis zu Spezial-Lösungen für Energiemassnahmen.
Hypothek erhöhen
Einfachste Lösung wenn ausreichend Belehnungsreserve vorhanden. Voraussetzung: Belehnungswert steigt durch Renovation (gut möglich bei energetischen Massnahmen). Kosten: aktueller Hypothekarzins (günstig). Nachteil: erhöht die Hypothekarlast und Amortisationspflicht.
Renovation aus Eigenkapital
Beste Lösung wenn Kapital vorhanden. Keine Zinsen, keine Amortisation. Liquidität beachten: genug Notreserve behalten (mind. 3–6 Monatslöhne).
Bausparkredit
Spezifischer Renovationskredit bei Bank. Fester oder variabler Zinssatz. Kurze Laufzeit (5–10 Jahre). Kosten: 2–4% Zins. Einfacher Zugang als Hypothekaranpassung.
Fördergelder kombinieren
Kantonale Förderung (Kanton BL: Energiefachamt) + nationale Mittel (Gebäudeprogramm) können Eigenanteil erheblich reduzieren. Immer zuerst Fördergelder beantragen, dann finanzieren was übrig bleibt.
In Häusern in Diegten wurde die Komplettsanierung durch Kombination aus Hypothekarerhöhung (CHF 80'000), Eigenmittel (CHF 40'000) und Fördergelder (CHF 25'000) finanziert — die Fördergelder deckten fast den gesamten Heizungsersatz.
Wann nicht verschulden
Wenn die Tragbarkeit nach Renovation nicht mehr stimmt: Massnahmen priorisieren und etappieren statt alles auf einmal. Dringendes zuerst (Dach, Heizung), Schönheitsrenovation später.