Streichen klingt einfach — ist es aber nicht, wenn man ein perfektes Ergebnis will. Das Geheimnis liegt zu 80% in der Vorbereitung, zu 20% im eigentlichen Anstrich.
Vorbereitung — der entscheidende Schritt
Risse und Löcher spachteln und schleifen. Alte, lose Farbe abkratzen. Fettflecken mit Verdünner entfernen. Haftgrund oder Tiefengrund auf saugenden Untergründen (Gipsputz, Deckenplatte) auftragen — sonst saugt der Untergrund die Farbe ungleichmässig auf und man sieht nach dem Trocknen Flecken.
Werkzeug
Keine billigen Pinsel kaufen — sie verlieren Borsten, streichen ungleichmässig und machen das Streichen mühsam. Ein guter Flachpinsel (50–60 mm) und eine Qualitäts-Rolle (Flordicke je nach Untergrund) machen den Unterschied sichtbar.
Abklebeband: Blaues Malertape (kein normales Klebeband — das reisst Farbe mit). An Holzrahmen und Leisten präzise abkleben und direkt nach dem letzten Anstrich — solange die Farbe noch leicht nass ist — abziehen.
Technik
Immer von oben nach unten. Decke zuerst, dann Wände, dann Sockelleisten. Rollen im «W»-Muster auftragen, dann gleichmässig aufziehen. Nicht zu dünn — aber auch nicht zu dick (sonst Nasen und Läufer).
Zwei dünne Anstriche sind besser als einer dicker. Der erste Anstrich grundiert und egalisiert, der zweite gibt Deckung.
Häufige Fehler
- Untergrund nicht grundiert — Farbe saugt ungleichmässig ein
- Zu wenig Trocknungszeit zwischen den Anstrichen
- Tape zu spät abziehen — Farbe reisst
- Kanten ohne Abkleben «freihand» schneiden — sieht man immer
Profi-Tipp aus der Praxis
In Häusern in Bubendorf mit hohen Räumen streichen Profis Ecken und Kanten immer mit dem Pinsel aus, bevor die Rolle kommt — das verhindert Nasenbildung an Kanten.