Sonnenkollektoren für Warmwasser und Photovoltaik für Strom — beides sind ausgereifte Technologien. Worin unterscheiden sie sich?
Solarthermie (Warmwasser)
Solarkollektor auf dem Dach erwärmt Wasser direkt. Effizienz: sehr hoch (70–80% der eingestrahlten Energie wird genutzt). Deckt 50–70% des jährlichen Warmwasserbedarfs. Kombination mit Heizungsunterstützung möglich. Günstig im Betrieb, kaum Wartung.
Photovoltaik (Strom)
PV-Panel erzeugt Strom aus Licht. Strom kann für alles genutzt werden (Warmwasser, Heizung, Elektroauto, Geräte). Flexibler als Solarthermie. Modulare Erweiterung. Heute günstigste Form der Stromerzeugung pro kWh.
Was rechnet sich besser?
Rein wirtschaftlich: PV + Wärmepumpen-Boiler schlägt Solarthermie oft. Der Strom aus PV kann universell eingesetzt werden — ein Wärmepumpen-Boiler nutzt ihn effizient für Warmwasser. Solarthermie ist günstiger wenn man nur Warmwasser will und keine PV plant.
Kombination
Solarthermie + PV auf gleichem Dach: möglich, aber Platzmangel. Oft: entweder oder. Neuere Hybrid-Kollektoren (PVT) erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme — aber komplex und teuer.
In Häusern in Giebenach, wo Neubau und Komplettsanierung eng beieinanderlagen, wurde PV mit Wärmepumpen-Boiler gewählt — ein System statt zwei, einfacher zu warten.