Zementgebundene Platten, Calciumsilikatplatten, Kalksandstein — im Trockenbau gibt es mehr Materialien als nur Gipskarton. Was eignet sich wofür?
Gipskarton (Standard)
Das meistverwendete Trockenbaumaterial. Schnell, günstig, vielseitig. Für alle normalen Innenwände und Decken. Nachteil: empfindlich bei Feuchtigkeit (ausser Feuchtraumplatte). Schallschutz limitiert bei einfacher Beplankung.
Gipsfaserplatte (Fermacell)
Schwerer als Gipskarton. Besserer Schallschutz durch höhere Masse. Direkt fliesbar (Nassräume). Robuster gegen mechanische Beschädigungen. Kosten: ca. 30–50% teurer als Gipskarton.
Kalksandstein
Massivbaustein aus Kalk und Sand. Sehr schwer — ausgezeichneter Luftschallschutz. Nur für nichttragende Innenwände. Deutlich aufwendiger als Trockenbauwand, braucht Mörtel. Nicht für Eigenleistung empfohlen.
Zementgebundene Platten (Aquapanel, Eterplan)
Für Nassräume, direkte Fliesenuntergründe und Aussenbereich. Wasserfest, formstabil, frost- und hitzefest. Schwerer als Gipskarton, teurer. Direkt verfliesbar ohne Abdichtung (aber Abdichtung trotzdem empfehlenswert im Spritzwasserbereich).
In Badsanierungen in Häusern in Seltisberg werden zementgebundene Wandplatten als direkte Fliesenuntergründe in Dusche und Bad bevorzugt — da die Feuchtigkeitsresistenz höher ist als bei grünem Feuchtraumgips.
Was wann?
- Normal-Innenraum: Gipskarton
- Nassbereich: Gipsfaser oder Zementplatte
- Hoher Schallschutz: Gipsfaser, doppelt beplankt
- Aussenbereich: Zementplatte