Wände verputzen ist ein altes Handwerk, das viele Heimwerker unterschätzen. Mit Geduld und der richtigen Technik ist es erlernbar — für glatte, professionelle Ergebnisse.
Wann verputzen?
- Nach Mauer- und Betonarbeiten
- Wenn Leerrohre und Leitungen eingebettet wurden
- Für glatte Oberflächen auf Mauerwerk oder Beton
- Innenbereich: Gipsputz. Aussenbereich: Kalkzement
Vorbereitung
Untergrund muss tragfähig, sauber und befestigt sein. Saugstarke Untergründe (Porenbeton, Kalkstein) vornetzen und grundieren. Putzlehren setzen: gibt die Wandebene vor und dient als Abziehlehre.
Auftragen
Putz mit Kelle auf die Wand werfen, dann mit Abziehlatte (Richtscheit) in Kreisbewegungen glätten. Tiefenregel: Putz wird in 2 Lagen aufgetragen für Gesamtdicke 10–15 mm. Erste Lage aufrauhen bevor zweite Lage aufgebracht wird.
Gipsputz vs. Kalkgips
Fertigputz (Knauf MP 75, Rotband): schnell, einfach, trocknet schnell. Kalkgipsputz: langsamer, besser regulierend. Für Anfänger: Fertigputz empfohlen (längere Verarbeitungszeit).
In Häusern in Rümlingen, wo Wände nach Leitungsarbeiten wieder verputzt werden mussten, hat das Setzen von Putzlehren den entscheidenden Unterschied zwischen krummen und geraden Wänden gemacht.
Kosten
- Fertigputz Material: CHF 10–20 pro m² (10 mm Stärke)
- Fachmann: CHF 30–60 pro m²