Wärmepumpe betreiben klingt simpel — aber wer das Maximum aus seiner Anlage herausholen will, muss einige Grundprinzipien verstehen.
COP und Jahresarbeitszahl (JAZ)
COP (Coefficient of Performance): Verhältnis aus erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom. COP 4 = aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. JAZ: ganzjähriger Durchschnitt, realistischere Kenngrösse. Gut geregelte Anlage: JAZ 3.5–5.
Vorlauftemperatur niedrig halten
Je tiefer die Vorlauftemperatur, desto effizienter die Wärmepumpe. Fussbodenheizung (35–40°C): ideal. Heizkörper (55–65°C): deutlich weniger effizient. Heizkörper auf Niedrigtemperatur auslegen: grösser oder mehr Heizkörper für gleiche Heizleistung bei niedrigerer Temperatur.
Hydraulischer Abgleich
Unverzichtbar für optimalen Betrieb. Alle Heizkreise bekommen die richtige Wassermenge. Pufferspeicher: verhindert zu häufige Starts der Wärmepumpe (Starts = Verschleiss).
Nacht- vs. Tagestrom
Mit Wärmepumpen-Sondertarif: Heizen in günstigen Zeiten (Nacht), Wärme im Puffer speichern. Spart 20–30% Stromkosten im Heizbereich.
In Häusern in Therwil, wo Wärmepumpen mit Fussbodenheizung betrieben werden, erreicht die Anlage eine JAZ von über 4.2 — entscheidend dafür war die korrekte Einstellung der Vorlauftemperatur und der hydraulische Abgleich beim Einbau.