Wärmepumpen brauchen optimale Bedingungen, um effizient zu arbeiten. Wer die Anlage richtig betreibt, spart erheblich — wer sie falsch betreibt, verliert den Effizienzgewinn wieder.
Der COP — was er bedeutet
COP (Coefficient of Performance) ist das Verhältnis von Wärmeleistung zu Stromverbrauch. COP 3 = aus 1 kWh Strom werden 3 kWh Wärme. Je höher der COP, desto effizienter. COP hängt stark von der Aussentemperatur und dem Vorlauf ab.
Vorlauftemperatur niedrig halten
Wärmepumpen werden effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur sein darf. Fussbodenheizung: 35–45°C. Radiatoren: 55–70°C. Deshalb: Wärmepumpe + Fussbodenheizung = optimale Kombination. Wärmepumpe + alte Radiatoren = schlechterer COP.
Wenn man alte Radiatoren behält: überdimensionieren (grössere Heizkörper mit mehr Fläche). Das erlaubt niedrigere Vorlauftemperatur trotz Radiatoren.
Warmwasserbereitung
Warmwasser braucht höhere Temperaturen (60°C für Legionellenschutz). Die Wärmepumpe arbeitet hier weniger effizient. Warmwasser-Wärmepumpen-Boiler als Ergänzung können sinnvoll sein.
Aussengerät platzieren
Nicht direkt an lärmempfindlichen Räumen (Schallpegel 45–60 dB(A) aus 3 m Abstand). Nicht in Ecken ohne Luftzirkulation. Mindestabstand zur Grundstücksgrenze: gemäss kantonaler Verordnung — oft 1 m.
In Häusern in Therwil, wo Grundstücke eng sind, ist die Platzierung des Aussengeräts manchmal komplex. Eine Nachbarschaftsabsprache vorab verhindert spätere Konflikte.
Wartung
Jährliche Wartung durch Fachbetrieb. Filter reinigen. Wärmetauscher kontrollieren. Kältemittelstand prüfen. Eine gut gewartete Wärmepumpe hält 20–25 Jahre.