Wärmeverlustpunkte im Haus kennen — wer weiss wo die Energie verloren geht, kann gezielt investieren.
Wo geht die meiste Wärme verloren?
Faustregel für ein unsaniertes Haus aus den 70ern: ca. 30% über die Fassade, 25% Fenster, 20% Dach, 15% Keller/Boden, 10% Lüftungsverluste. Diese Verteilung variiert je nach Haus.
Thermografieaufnahme
Im Winter bei Temperaturdifferenz (innen warm, aussen kalt): Thermografiekamera zeigt Wärmeverlustpunkte als helle Bereiche. Professionelle Aufnahme: CHF 500–1'500. Zeigt Kältebrücken, Luftlecks, schlecht gedämmte Stellen.
Luftlecks finden
Blower Door Test: Haus unter Unterdruck setzen, Luftlecks mit Rauchstift finden. Fensteranschlüsse, Dachrandanschlüsse, Rohr- und Kabeldurchführungen häufige Stellen. Dichten: billiger als Dämmung oft.
Wo zuerst investieren?
Massnahme mit höchster Wirkung pro Franken: nicht immer die teure Fassadendämmung. Oft: Dach gut dämmen, Kellerboden dämmen, Lüftungsverluste reduzieren, Fenster dichten — bevor teure WDVS-Fassade.
In Häusern in Hemmiken hat eine Thermografieaufnahme gezeigt: Wärme verlor sich massiv an der unisolierten Kellerdecke. Mit CHF 3'000 Kellerdecke dämmen: Jahreseinsparung CHF 600. Amortisation in 5 Jahren.