Wer nach einem Wasserschaden steht, ist oft überfordert. Was tun in den ersten Stunden und Tagen?
Sofortmassnahmen
1. Hauptwasserhahn schliessen (wo ist er?). 2. Strom in betroffenen Bereichen abschalten (Sicherungskasten). 3. Wasser aus Schränken, Böden und Kisten entfernen. 4. Schaden fotografieren (für Versicherung). 5. Versicherung anrufen.
Versicherung melden
Leitungswasserschäden: Hausratsversicherung (Mobiliar) und Gebäudeversicherung (Struktur). Immer beide informieren. Fotos sind die wichtigste Dokumentation — vor, während und nach der Schadenbehebung.
Nicht selbst zu viel machen
Die Versicherung schickt oft einen Sanierungsbetrieb — oder vergütet einen. Wer selbst zu viel macht, verhindert die professionelle Schadenerfassung. Materialien nicht wegschmeissen bevor die Versicherung begutachtet hat.
Bautrocknung
Nach einem Rohrbruch: professionelle Bautrocknung mit Kondensationstrocknern einsetzen. Je schneller, desto weniger Schimmel. Kosten: CHF 100–200 täglich, oft von Versicherung übernommen.
In Häusern in Hemmiken, wo ein Rohrbruch unter dem Estrich unentdeckt blieb, haben mehrere Wochen Bautrocknung und aufwendige Estrichsanierung die Kosten in die Höhe getrieben. Früherkennung durch regelmässige Zählerkontrolle hätte viel gespart.
Nachkontrolle
Nach der Trocknung: Feuchtemessung (CM-Gerät). Erst wenn alle Werte stimmen — keine erhöhte Feuchtigkeit mehr im Mauerwerk — kann aufgebaut werden. Zu früh aufbauen: Schimmel garantiert.