Ein Wintergarten lebt durch seine Pflanzen. Die Wahl der richtigen Pflanzen hängt von den Bedingungen ab: Temperatur im Winter, Lichteinfall und Bewässerungsmöglichkeiten.
Kalter Wintergarten (nicht beheizt)
Im ungeheizten Wintergarten sinken Temperaturen im Winter auf 5–10°C. Das schränkt die Pflanzenwahl ein:
- Oliven (mediterran, winterhart bis ca. 0°C)
- Lorbeer (gut für kühle Überwinterung)
- Kamelien (blühen im Winter, mögen kühle Temperaturen)
- Phormium (Neuseeländisches Flachs, robust)
Warmer Wintergarten (beheizt, 15–20°C)
Hier sind subtropische Pflanzen möglich:
- Hibiskus
- Bougainvillea
- Jasmin
- Zitrus (Zitronen, Kumquats)
- Passionsblume
Lichtverhältnisse
Pflanzen mit hohem Lichtbedarf (Zitrus, Bougainvillea): nur in Süd- oder Ost-West-Wintergärten. Nordlagen: Farne, Schattenpflanzen (Ficus, Grünlillen, Philodendron).
Feuchtigkeit und Lüftung
Wintergärten überhitzen im Sommer, wenn nicht gut belüftet. Pflanzen brauchen im Sommer oft mehr Bewässerung — Tröpfchenbewässerung mit Timer ist eine praktische Lösung. In Häusern in Roggenburg, die mit Wintergarten ausgestattet sind, wird im Sommer oft zweimal täglich bewässert.
Schädlinge
Enge, feuchte Wintergärten mit hohen Temperaturen sind ideal für Spinnmilben und Blattläuse. Regelmässige Kontrolle und Neem-Öl-Lösung als prophylaktische Behandlung helfen dauerhaft.