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Holzfenster pflegen und streichen: Intervalle, Technik, Beschläge warten und Fäulnis erkennen — alles für eine lange Lebensdauer.
Holzfenster pflegen und streichen: Schritt für Schritt

Holzfenster haben eine lange Tradition in der Schweiz und werden nach wie vor gebaut. Ihre Pflege ist aufwändiger als PVC — aber wer sie richtig behandelt, hat jahrzehntelang Freude.

Warum verwittert Holz?

UV-Strahlung zersetzt Lignin (den Klebstoff zwischen Holzfasern). Feuchtigkeit quillt das Holz auf. Das Zusammenspiel von Feuchtigkeit und UV ist die grösste Feindin des Holzfensters.

Pflegeintervalle

Holzfenster brauchen alle 8–12 Jahre einen neuen Anstrich. Zeichen, dass es Zeit ist: Farbe blättert ab, Holz wird grau (nicht gewollt), Risse im Anstrich. Sicherzustellen: Der Anstrich ist vollständig geschlossen — kein einziger offener Riss, weil sonst Wasser eindringt.

Richtig streichen

Alten Anstrich vollständig entfernen (bis auf das gesunde Holz). Schäden (Fäulnis) mit Holzreparaturkitt oder Epoxidspachtel ausbessern. Primer grundieren, dann Zwischenlack, dann Decklack — mind. 3 Schichten für optimalen Schutz.

In Häusern in Lupsingen, wo historische Holzfenster erhalten bleiben sollen, wird oft Leinöl als Grundierung verwendet — es dringt tief ins Holz und nährt es dauerhaft.

Beschläge warten

Scharniere und Beschläge einmal jährlich mit Haftschmierstoff (Teflon-Spray) behandeln. Einstellschrauben justieren — ein hängendes Fenster belastet den Rahmen und führt zu Undichtigkeiten. Dichtungen alle 10 Jahre erneuern.

Fäulnis erkennen

Weiches, schwammiges Holz beim Abklopfen — Fäulnis. Kleine Stellen: mit Epoxidspachtel auffüllen. Grosse Schäden: Holzteile austauschen lassen. Ein guter Fensterschreiner kann einzelne Sprossen und Profile ersetzen, ohne das ganze Fenster zu tauschen.

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